Annika Schlicht

Mezzosopran

Vita

In der Spielzeit 2019/20 wird die Mezzosopranistin Annika Schlicht and ihrem Stammhaus, der Deutschen Oper Berlin u.a. als Fenena/ NABUCCO, Mary/FLIEGENDER HOLLÄNDER und im mit Spannung erwarten, neuen Ring von Stefan Herheim als Fricka im DAS RHEINGOLD debütieren.

Ihr Sesto Debut 2019/20 in LA CLEMENZA DI TITO erfolgt auf Wiedereinladung der Bergen Nasjonale Opera.

Weitere, künftige Konzertengangements beinhalten das “Lied von der Erde” in Klagenfurt unter Nicolas Carter, Mendelssohns “1. Walpurgisnacht” in der Elbphilharmonie unter Kent Nagano, ein weiteres Verdi Requiem in Essen sowie Beethovens IX. in Berlin unter Donald Runnicles.

Die deutsche Sängerin wurde in Stuttgart geboren und studierte an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin bei Prof. Renate Faltin.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist sie Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und sang dort bereits unter Anderem Rollen wie Prinz Orlovsky/ FLEDERMAUS, den Mezzosopran in einer szenischen Version von Verdi’s MESSA DA REQUIEM sowie die Wesendonck Lieder, Hänsel/ HÄNSEL UND GRETEL, Olga/ EUGEN ONEGIN, Dorabella/ COSI FAN TUTTE, Marchesa Melibea/ VIAGGIO A REIMS, Maddalena/ RIGOLETTO, Auntie /PETER GRIMES, Försterin/ DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN, 1. Magd /ELEKTRA, Page/ SALOME, Flosshilde/ DAS RHEINGOLD und GÖTTERDÄMMERUNG, Siegrune/WALKÜRE, Contessa di Coigny/ ANDREA CHENIER,  Mercedes/ CARMEN, Princesse Clarisse/ LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN und Margret/WOZZECK.

In der sehr erfolgreichen Uraufführung von Aribert Reimanns Oper L’INVISIBLE an der Deutschen Oper Berlin 2017/18 sang sie Marthe/Bellangère und konnte mit ihrem Debut als Adriano in RIENZI in der Spielzeit 2018/19 Publikum und Kritiker gleichermaßen begeistern.

Jüngste Gastengagements führten sie an die Staatsoper Hamburg als Blumenmädchen sowie Stimme aus der Höhe/ PARSIFAL, an die Bayerische Staatsoper und an die Opèra Bastille nach Paris als zweite Dame/ ZAUBERFLÖTE, die Semperoper Dresden und die Berliner Staatsoper als Page/ SALOME und HÄNSEL sowie 2. Norn/ GÖTTERDÄMMERUNG an die Deutsche Oper am Rhein. Großen Anklang fand auch ihre Auntie in PETER GRIMES beim Internationalen Bergen Festival.

Noch während ihres Studiums wurde Annika Schlicht als Stipendiatin der Liz-Mohn Kultur Stiftung in das Internationale Opernstudio der Staatsoper Berlin engagiert und debütierte in den Spielzeiten 2013/14  und 2014/15 in diversen kleineren und mittleren Fachpartien.

Meisterklassen von Julia Varady und KS Dietrich Fischer-Dieskau, KS Deborah Polaski, Patricia McCaffrey und KS Brigitte Fassbaender, die Annika Schlicht bis zum heutigen Tag betreut, prägten die Sängerin zudem maßgeblich. Sie ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes und Preisträgerin anerkannter Wettbewerbe.

2014 debütierte Annika Schlicht im Rahmen des Young-Singers-Project bei den Salzburger Festspielen in der Titelrolle der gleichnamigen Kinderoper als CENERENTOLA von Rossini und in der Uraufführung von Marc-André Dalbavies CHARLOTTE SALOMON.

Im selben Sommer wurde sie von KS Brigitte Fassbaender eingeladen eine Liedmatinee beim „Eppaner Liedsommer“ mit Werken von Richard Strauss zu gestalten.

Ergänzt wird Annika Schlichts umfangreiche Operntätigkeit regelmäßig als Konzert- und Liedsängerin. Giovanni Battista Pergolesi „Stabat Mater“, Johann Sebastian Bachs „Weihnachtsoratorium“, Richard Wagners „Wesendonck Lieder“, Antonio Vivaldis „Gloria“, Wolfgang Amadeus Mozarts „Requiem“, Felix Mendelssohn Bartholdys „Paulus“ und „Elias“ sowie Lili Boulangers „Au Fond de l’abîme“ sind nur Beispiele ihres schon aufgeführten Repertoires.

Sie arbeitete bisher mit renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Zubin Metha, Donald Runnicles, Alondra de la Parra, Enrique Mazzola, Asher Fisch, Edward Gardner, Stéphane Denève, Sebastian Weigle, Kent Nagano, Ingo Metzmacher, Christopher Moulds, Stefan Soltesz und namhaften Regisseuren wie Harry Kupfer, Hans Neuenfels, Luc Bondy, Claus Guth, Dmitri Tcherniakov und Johannes Erath sowie Klangkörpern wie der Staatskapelle Berlin, den Wiener Symphonikern, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Münchner Rundfunkorchester, dem Deutschen-Symphonie-Orchester Berlin, der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Ensemble Modern zusammen.

Mit dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Donald Runnicles gastierte sie im Sommer 2018 beim Ravello Festival. Auf dem Programm standen Wagners Wesendonck Lieder.

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Endes des ersten Weltkrieges wurde Annika Schlicht als Solistin für Beethovens 9. Symphonie vom UNESCO World Orchestra for Peace engagiert.

2019-09-01

Repertoire (Oper)

Bernstein CANDIDE Paquette
Birtwistle PUNCH AND JUDY Judy
Bizet CARMEN Mercédès
Dalbavie CHARLOTTE SALOMON Kunststudentin aus Tirol
Donizetti MARIA STUARDA Anna Kennedy
Giordano ANDRÉ CHENIER Gräfin Coigny
Humperdinck HÄNSEL UND GRETEL Hänsel
Janácek DAS SCHLAUE FÜCHSLEIN Försterin, Specht
Martinu LES LARMES DU COUTEAU Matka (die Mutter)
Mozart COSÌ FAN TUTTE Dorabella
  DIE ZAUBERFLÖTE 2. Dame
Mussorgsky BORIS GODUNOW Schenkwirtin
Offenbach LE MARIAGE AUX LANTERNES Catharine
  MESDAMES DE LA HALLE Madame Beurrefondu, Croûte-au-pot
Prokofjew DIE LIEBE ZU DEN 3 ORANGEN Prinzessin Clarisse
Puccini GIANNI SCHICCHI Zita
  MANON LESCAUT Der Musiker
Purcell DIDO UND AENEAS Sorceresse
Ravel L’ENFANT ET LES SORTILEGES L’Enfant
Reimann L’INVISIBLE Marthe / Bellangère
Rossini IL VIAGGIO A REIMS Marquise Melibea
Schostakowitsch LADY MACBETH VON MZENSK Sonyetka
Srnka MAKE NO NOISE Inge
Strauss ARIADNE AUF NAXOS Dryade
  ELEKTRA 1. Magd
  SALOME Ein Page
Tschaikowski EUGEN ONEGIN Olga
Verdi LA TRAVIATA Annina
  NABUCCO Fenena
  RIGOLETTO Giovanna, Maddalena
Wagner DAS RHEINGOLD Flosshilde
  DIE WALKÜRE Siegrune
  GÖTTERDÄMMERUNG Flosshilde
  PARSIFAL 2. Knappe, Blumenmädchen, Stimme aus der Höhe
Wolf-Ferrari ASCHENPUTTEL Stiefmutter

Repertoire (Konzert)

Johann Sebastian Bach h-Moll-Messe (BWV 232)
  Johannes-Passion (BWV 245)
  Matthäus-Passion (BWV 244)
  Weihnachtsoratorium (BWV 248)
Lili Boulanger Psaume 130 Du fond de l’abîme für Alt und Tenor solo, Chor, Orgel und Orchester
Max Bruch Gruß an die heilige Nacht op. 62
Gaetano Donizetti Messa da Requiem, Op. 73
Antonín Dvořák Stabat Mater, op. 58 (B 71)
Manuel de Falla El Sombrero de Tres Picos
Georg Friedrich Händel Messiah, HWV 56
Gustav Mahler
Das Lied von der Erde
Felix Mendelssohn Bartholdy Die erste Walpurgisnacht, op. 60 (MWV D 3)
  Elias op. 70 (MWV A 25)
  Paulus op. 36 (MWV A 14)
Wolfgang Amadeus Mozart Missa brevis in G „Pastoralmesse“, KV 140
  Requiem in d-Moll, KV 626
Giovanni Battista Pergolesi Stabat mater
Gioachino Rossini Petite Messe solennelle
Camille Saint-Saëns Oratorio de Noël, op. 12
Robert Schumann Der Rose Pilgerfahrt op.112
Antonio Vivaldi Gloria, RV 589