Rezension Anja Harteros

Lohengrin (Premiere) – Bayreuther Festspiele (Rezensionen)

Vorstellungen am 25., 29. Juli, 2., 6. und 10. August 2018
Hier finden Sie die wichtigsten Zitate aus Rezensionen der nationalen und internationalen Presse.
Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wiener Zeitung von Jochim Lange

Wer hat Angst vorm grünen Mann

…Anja Harteros ist nach wie vor eine erstklassige Elsa…

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The Opera Critic von Tony Cooper

An electrically-charged production that sparked the imagination

…Elsa (admirably sung and acted by German soprano, Anja Harteros, also making her Bayreuth début)…

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Platea Magazine von Alejandro Matínez

…Temperamental, nada apocada, convenció la Elsa de Anja Harteros, cantada con iguales arrojo y lirismo, al parecer mucho más entonada que en la première…En sus intervenciones del segundo y tercer acto, en sendos dúos con Ortrud y Lohengrin, logró momentos de una belleza extraordinaria recurriendo a una media voz perfectamente administrada…

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Online Merker von Friedeon Rosén

BAYREUTH/ Festspiele: LOHENGRIN

…Ein großer „Wurf“ ist auch Anja Harteros /Elsa, wobei ihre Stimme insgesamt etwas zu schwer für die Rolle erscheint. was sich auch manchmal im suboptimalen Registerausgleich zeigt. Aber sie wirkt sehr ausdrucksvoll auch im Kontrast zu Waltraud Meier, die mehr auf Linie zu phrasieren scheint. Dagegen ist ihr Spiel eher mädchenhaft wirkend, trotz Grauperücke bei immerglutvollem und passionalem Gesang…

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Online Merker von Alexander Walther

Elektrizität geht durch Mark und Bein.

…Anja Harteros ist eine Elsa von großem Format, die die leidenschaftlichen melodischen Höhenflüge ihrer Partie in allen Nuancen voll auskostet…

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NZZ von Christian Wildhagen

Bayreuther Festspiele: Da flieht Elsa lieber mit Horn und Ring

…Beczała durchläuft damit eine ähnliche vokale Entwicklung, wie sie Anja Harteros bei ihrem Hügel-Debüt gestalterisch wohl bewusst verfolgt: Sie singt die Elsa anfangs mit einer eigenartig herben, etwas brüchigen Mädchenstimme und lässt die sprichwörtliche dumme Gans, der man das Fragen verbot, erst im Brautgemach zur selbstbewussten Frau erblühen. Erst hier, im dritten Akt, wird sie glaubhaft zu einer Erkennenden, die bewusst aus ihrer klischierten Rolle tritt und so diesmal sogar das Ende überleben darf. Das krude Geschehen durchschauend, sucht sie mit Ring und Horn im orangefarbenen Tornister schleunigst das Weite…

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NMZ von Peter P. Pachl

Zeitenwende – „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen

…Anja Harteros, insbesondere an der Bayerischen Staatsoper gefeiert, verströmt Wohllaut für Elsa,…

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Neues Deutschland von Robert Becker

Klang und Rauch

…die wunderbare Anja Harteros als selbstbewusste, personifizierte Unschuld…

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Neue Presse von Henning Queren

Luzerner Zeitung von Tobias Gerosa

In Bayreuth lassen die Darsteller keine Wünsche offen

…Anja Harteros singt diese beseelt und wie wenn dies das einfachste der Welt wäre…

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Limelight von Paul Selar

LOHENGRIN

…And Elsa, elegantly sung by much-loved German soprano Anja Harteros, exudes the look of a fairy princess before undergoing a transformation that has her emerged strengthened and more mature. Harteros shaped a richly characterised portrayal of a woman who shows momentary hesitation in accepting the victorious Lohengrin in marriage and who suffers the consequence of asking, what anyone would expect, to know their spouse’s name…

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klassikInfo.de von Klaus Kalchschmid

Lohengrin in Bayreuth als Weihnachtsmärchen

…eine Idealbesetzung in ihrem Singen, bei dem die Töne so herrlich fluten können und immer einen strahlenden Kern besitzen…

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Il Giornale della Musica von Stefano Nardelli

Il cavaliere elettrico di Bayreuth

…Anja Harteros conferma anche con Elsa, ruolo che frequenta da tempo, la sua statura di interprete a tutto tondo: pieno controllo della voce, tato misurata quanto espressiva nel disegno del personaggio…

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Forum Opéra von Clément Taillia

Lohengrin, Bayreuth – Bayreuth

…Le metteur en scène la veut lasse et résignée, alors Anja Harteros fait profil bas. Mais quelle voix ! Quelle puissance ! Quelle conduite de la ligne aussi, qui ne cède jamais à la facilité de la simple volupté sonore mais sait s’amplifier progressivement dans « Einsam in trüben Tagen », maîtrisé comme peu le savent…

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Frankfurter Allgemeine Zeitung von Jan Brachmann

Blitzboten des Fortschritts

…Anja Harteros ist eine kundige, erfahrene Elsa, die sich im Timbre anfangs deutlich an ihr ständiges Begleitinstrument, die Oboe, anlehnt, aber vielleicht schon auf dem Weg ist, diese Partie hinter sich zu lassen. Auf jeden Fall ist ihre Darstellung einer gebrochenen Frau durchweg beklemmend…

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Die Zeit von Frederik Hanssen

Blauer Plunder, wenig Licht

…Wenn nämlich Lohengrin im Brautgemach versucht, die wissbegierige Elsa nicht mehr nur mit Worten, sondern ganz konkret mit einem Seil an sich zu fesseln. Wie sie sich wehrt und windet, wenn sie insistiert, sich schließlich frei machen kann, das ist eine starke Szene. Auch, weil Anja Harteros stimmlich keine „junge Naive“ ist, die sich mit jungfräulicher Reinheit verströmt. Deutlich hörbar hat diese Elsa schon viel erlebt, die Vielfarbigkeit von Anja Harteros‘ Sopran hat auch ihre Schattenseiten, kündet von früheren Verletzungen…

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Die Deutsche Bühne von Joachim Lange

Ins Bild gesetzt

…Anja Harteros ist nach wie vor eine erstklassige Elsa…ihre Traumerzählung packt, sie gestaltet den wachsenden Zweifel am Frageverbot, hat den dramatischen Biss für die Auseinandersetzung mit Ortrud und dann für ihr Aufbegehren in der Brautgemachszene…

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Der Opernfreund von Ludwig Steinbach

Symphonie in Blau oder Elsas Emanzipation

…Neben ihm war Anja Harteros eine ideale Elsa. Auch ihr ist technisch nicht das Geringste anzulasten. Sie sang mit frei ausschwingendem, sich nach oben prächtig öffnendem und ausdrucksstarkem Sopran, der zudem noch über eine große Farbpalette und viel Emotionalität verfügt…

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Der Opernfreund von Klaus Billand

Hochzeitsnacht im Trafo-Häuschen…

…Die vielseitige Sängerin begann im 1. Akt etwas verhalten, – man sollte dabei auch an die hohen Temperaturen im Festspielhaus denken, – entwickelte dann aber ihren farbenreichen und wortgenauen Sopran mit bisweilen silbriger Helligkeit und wohlklingenden Ausbrüchen in emotionale Dramatik, bei guter Diktion. Harteros hat damit ihre internationale Qualität als Wagner-Sängerin auch in Bayreuth unter Beweis gestellt, ganz abzusehen von ihrem intelligenten Spiel…

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Tosca – Hamburgische Staatsoper (Rezensionen)

Hier finden Sie die wichtigsten Zitate aus Rezensionen der nationalen und internationalen Presse.
Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Der Opernfreund von Wolfgang Denker

Grandiose „Tosca“

…Anja Harteros ist eine Tosca der Superlative. Gerade hat sie in Salzburg in dieser Partie Triumphe gefeiert. Ihre leidenschaftliche Darstellung und ihre innige Gestaltung von „Vissi d’arte“ lassen keine Wünsche offen. Harteros und Kaufmann sind eine ideale Kombination für Tosca und Cavaradossi. Aber auch wie Harteros ihr „Duell“ mit Scarpia gestaltet, ist von der ersten bis zur letzten Sekunde von atemberaubender Spannung und Intensität geprägt…

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Die Welt von Peter Krause

Die Frau, die Puccini befreit

Nun aber kam, sang und siegte Anja Harteros. Sie hat sich in vielen Inszenierungen, zuletzt bei den Salzburger Osterfestspielen, eine so differenzierte Sicht auf die Diva zurechtgelegt, dass die in die Jahre gekommen Produktion von Robert Carsen auch ohne aufwendige Probenphase eine ganz neue Frische entwickelt. Harteros mischt Verletzlichkeit, Naivität und Stolz der Tosca mit ungeahnter Klugheit ab, bringt viel von ihrer eigenen sensiblen Persönlichkeit ein. Klischees und Standardgesten meidet diese auch vokal so wundervoll komplette Sängerin gänzlich. Jede Phrase der Partie lotet sie tief aus, beginnt ihre Signetarie „Vissi d’arte“ im Pianissimo am Bühnenrand, setzt ihr delikates Vibrato behutsam ein, wagt die langsamen Thielemann-Tempi aus Salzburg, steigert sich zu golden strahlenden, perfekt fokussierten Forte-Tönen. Die Harteros vollbringt das kunstvolle Wunder, Puccini von allem Kitschverdacht zu befreien, Gesang als Wahrhaftigkeitskunst zu entfalten…

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Das Opernmagazin von Birgit Kleinfeld

Victoria? Victoria! – Sieg auf ganzer Linie

…so gebührt der Titel Primadonna Assoluta, oder besser noch: „Tosca Assoluta“ Anja Harteros für ihre gestrige Leistung.

Im ersten Akt stürmt sie auf die Bühne, ganz besitzergreifend liebende Frau, die schlingt Cavaradossi, spielerisch ihren Seidenschal um den Hals um ihn an sich zu ziehen, kreischend schleudert den Fächer, gegen das Bild der vermeindlichen Rivalin umd nur einen Wimpernschlag später wieder zerbrechlich zu wirken.  Im zweiten Akt läuft sie zur Hochform auf: Alles an ihr ist Gefühl in all seinen Facetten. Dazu bedient sie sich auch ihrer vielschichtigen Stimme: Mühelos schwebt Harteros regelrecht von Forte zu Piano und zurück, scheint in einem Atemzug von Crescendo zu Decrescendo zu gelangen Sie scheut sich auch nicht, Partiturgenauigkeit zu opfern, um Emotionen echt und wahrhaftig zu gestalten. Dabei ist sie auch körperlich ständig in Bewegung:
Ihr
„Vissi d’arte“, innig und ein Universum am Gefühlsregungen darbietend,choreografiert sie regelrecht und endet in lasziver Haltung auf dem Boden liegend. Sie mordet voller Inbrunst, zeigt Cavaradossi später mit fast kindlicher fröhlicher Hingabe, wie er zu fallen hat um dann endlich einfach nur dazustehen, bevor sie sich in den Bühnenhintergrund stürzt: Der Racheengel, dem man jedes Wort glaubt: „O Scarpia, avanti a Dio!“…

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Hamburger Abendblatt von Joachim Mischke

Harteros und Kaufmann: Zwei Sahnehäubchen auf einer Bühne

…Eine Ausnahmesängerin wie Anja Harteros spürte auch beim Kurzgastieren natürlich, wo in diesem Wenig ihre Schlüsselszene ist: „Vissi d’arte“ im 2. Akt. Die Handlungszeit stand still, im Kegel des Scheinwerferlichts stand die Verkörperung von Kunst und Liebe und erzählte und beichtete, dass sie nicht anders könne, als so, hier, jetzt Tosca zu sein. Harteros sang jede ihrer Noten nicht nur, sie liebkoste sie, ummantelte sie mit funkelnder Leidenschaft, konnte sich kaum von ihnen trennen. Und musste es doch. Hinreißender, großartiger kann man das kaum haben…

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klassik-begeistert.de von Sebastian Koik

Anja Harteros wirft Blitze der Eifersucht in den Saal und füllt die Staatsoper bis in die kleinsten Winkel mit Tosca-Emotionalität

…Anja Harteros ist als Floria Tosca eine Sensation! Besser als sie kann man diese Rolle nicht singen und spielen. Tosca ist eine der am häufigsten aufgeführten und meist besuchten Opern. Und niemand auf der Welt gibt diese leidenschaftliche, eifersüchtige und starke Bühnenfigur Tosca besser als die Deutsch-Griechin.

Beim ersten Auftritt löst sie in Sekunden Gänsehaut aus. Ihre ungemein dichten Höhen strahlen mannigfaltig, funkeln komplex und wundersam in viele Richtungen. Ihre Mittellagen und Tiefen sind ebenfalls vollkommen. Anja Harteros begeistert in der Staatsoper Hamburg mit Intensität, herrlicher Cremigkeit und exzellenter dramatischer Ausgestaltung und Nuancierung. Frau Harteros’ Stimme klingt golden und warm. Die Wunder-Sopranistin kann auch die höchsten Höhen sehr geerdet klingen lassen. Alles hat ein solides Fundament, alles ist genau richtig. Und alles klingt bei ihr absolut natürlich, sieht so unfassbar leicht aus. Anja Harteros‘ Tosca ist vollkommen souverän, von grandioser Selbstverständlichkeit … und unglaublich schön. Diese Frau kann alles. Ihre Sangeskunst ist ohne Schwächen.

Anja Harteros singt und redet wie eine Italienerin, sie bewegt sich wie eine temperamentvolle Italienerin, sie strahlt Leidenschaft, Feuer und Kraft aus, sie spielt die launische Diva mit Perfektion in jeder Geste, Toscas Eifersucht gestaltet sie bis ins kleinste Detail. Harteros wirft Blitze der Eifersucht in den Saal und füllt die Staatsoper bis in die kleinsten Winkel mit Tosca-Emotionalität…

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Vorstellung am 17. April 2018
Besetzung:
Musikalische Leitung Pier Giorgio Morandi
Inszenierung Robert Carsen
Bühnenbild und Kostüme Anthony Ward
Chor Christian Günther
Floria Tosca Anja Harteros
Mario Cavaradossi Jonas Kaufmann
Baron Scarpia Franco Vassallo
Cesare Angelotti Alin Anca
Sagrestano Alexander Roslavets
Spoletta Julian Rohde
Sciarrone Shin Yeo
Un Carceriere Rainer Böddeker
Un Pastore Ruzana Grigorian
Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Chor der Hamburgischen Staatsoper
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Tosca (Premiere) – Osterfestspiele Salzburg (Rezensionen)

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Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Der Standard von Ljubisa Tosic

„Tosca“: Sexuelle Belästigung im Opernformat

…All dies wächst regelrecht unvermeidlich aus vokaler und darstellerischer Anforderung. Und Anja Harteros liefert für diese melodramatische Explosion alles: Sie verfügt über schwebende, ansatzlose Pianokultur, ist unvergesslich lyrisch. Gleichzeitig ist sie zu dramatischen Ausbrüchen fähig, denen ebenfalls größte Kultiviertheit zu eigen ist. Dies sucht wohl weltweit seinesgleichen: Als verzweifelt um Leben und Würde ringende Existenz ist Harteros selbst in diesem großen Salzburger Festspielraum eine grandios um subtile Details ringende Darstellerin…

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kurier.at von Gert Korentschnig

Puccinis „Tosca“ für Jedermann

…Aus der Besetzung ragt Anja Harteros als phänomenale Tosca heraus, sicher in allen Lagen, höchst intensiv, zwischen Dramatik und zarten Tönen changierend. Ihr „Vissi d’arte“ ist ein Ereignis, wie schon zuletzt an vielen anderen Häusern…

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Neue Züricher Zeitung von Eleonore Büning

Von Kopf bis Fuss auf Puccini eingestellt

…Die Harteros ist von Kopf bis Fuss auf Puccini eingestellt. Jeder Zoll eine Diva: Sie zickt, schwärmt, schmeichelt, flirtet, wütet und verzweifelt. Ihre Stimme wirkt wie von innen vergoldet, sie kann damit ausdrücken, was immer sie will. Und sogar diesen gewissen divenhaften Kältestrom, der dafür sorgt, dass immer ein kleiner Abstand zwischen ihr, der Göttin, und dem Rest der Welt liegt, kann sie anknipsen und auch wieder ausknipsen, sobald sich Tosca einmal sicher fühlt, wie im Duettglück mit ihrem Mario, für den sie tötet und am Ende stirbt. Und sie bedenkt auch alle Tosca-Traditionen. Fällt verächtlich ins Sprechen, wenn sie Scarpia nach «il prezzo» fragt für das Leben des Liebsten (sie kennt den Preis ja schon). Räkelt sich der Länge nach auf Scarpias Schreibtisch, nachdem der Mistkerl von ihr vorübergehend abgelassen hat, und beginnt, wie einst Maria Jeritza, ihr Kapitulationsgebet an Gott im Liegen, im zartesten Pianissimo…

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nmz – neue musikzeitung von Michael Ernst

Keine Engelsburg an der Salzach – „Tosca“ wird ins Heute geholt

…Anja Harteros ist eine ganz heutige Diva, wunderschön anzusehen und in jeder Note absolut stimmig. Von dunkler Eifersucht und grollender Wut bis hin zu inbrünstigem Glauben und zarter Liebe beherrscht sie ein tonales Spektrum, das hinreißend ist. Ihr „Vissi d’arte“ beginnt sie liegend, in sich gekehrt, um endlich nach berechtigten Zweifeln an ihre nichts nutzende Frömmigkeit zur vitalen Rächerin zu werden…

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Salzburger Nachrichten von Karl Harb

Osterfestspiele: Wenn Tosca nicht gut genug zusticht
Die Weltklasse von Anja Harteros

…Wer eine so großartige, tolle Sängerin (und Singdarstellerin) wie Anja Harteros als Tosca aufbieten kann, hat ohnedies Weltklasse gebucht. Schon in ihrem ersten Auftritt in der Kirche, flirtend, liebend, eifersüchtig, kess bis zickig, kehrt sie ihre schillernde Künstlerinnennatur mit fabelhaft abgestimmten, blitzartig umschaltbaren unterschiedlichen Tonfällen und -färbungen eines schier grenzenlos flexiblen Soprans hervor. Immer intensiver, dichter, anrührender werden diese Farben und Vokalmixturen, um in der zentralen Arie „Vissi d´arte“ den Kernpunkt zu erreichen. Hier liegt die menschliche Seele bloß. Anja Harteros, so darf man konstatieren, inszeniert sich phänomenal und unbeirrbar am besten selbst…

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Wiener Zeitung von Christoph Irrgeher

Bestechende Tosca

…Mag Anja Harteros auch anfangs überraschend alltäglich gekleidet sein, zieht sie bald alle Register einer Götterstimme. Eindringlich und drängend, vermittelt ihr Sopran nicht nur den vollen Leidensdruck dieses Dramas, er bürgt zugleich in (fast) jedem Moment für Perfektion. Auch schauspielerisch eine Erscheinung, steigert Harteros ihren konturierten Klang schier bruchlos von leiser Nektarsüße zu schneidiger Brillanz; die „Vissi d’arte“-Arie formt sie zu einem Idyll, das die Handlung nicht aufhält, sondern für Momente völlig vergessen lässt. Ein Festspiel, auch für verwöhnte Salzburg-Ohren…

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Premiere am 24. März 2018
Besetzung:
Musikalische Leitung Christian Thielemann
Inszenierung Michael Sturminger
Bühnenbild und Kostüme Renate Martin und Andreas Donhauser (donmartin supersets)
Licht Urs Schönebaum
Floria Tosca Anja Harteros
Mario Cavaradossi Aleksandrs Antoņenko
Baron Scarpia Ludovic Tézier
Angelotti Andrea Mastroni Cesare
Der Mesner Matteo Peirone
Spoletta Mikeldi Atxalandabaso
Sciarrone Rupert Grössinger
Ein Schließer Levente Páll
Salzburger Bachchor (Einstudierung Alois Glaßner)
Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor (Einstudierung Wolfgang Götz)
Sächsische Staatskapelle Dresden

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Wesendonck-Lieder – Orchestre Philharmonique du Luxembourg (Rezensionen)

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Diese Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Konzerte in Essen und Baden-Baden
Online Musik Magazin von Christoph Wurzel

Konzert am 28. Januar 2018 in Baden-Baden

Klangfarbenkünstler

…Ein Glücksfall, dass an diesem Abend Anja Harteros diese Lieder sang, mit zauberhaft schönem, ebenmäßigem Sopran, glänzend und rein in der Höhe,  gefüllt und sonor in den tieferen Stimmregionen. Dezent und geschmackvoll im Ton, zugleich mit stimmlich warm empfundener Empathie gestaltete die Sängerin die ausdrucksstarke Lyrik dieser Texte…

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ONLINE MERKER von Gerhard Hoffmann

Konzert am 28. Januar 2018 in Baden-Baden

Luxembourg/ Gustavo Gimeno – Anja Harteros (Sopran)

…Gehört dieser Zyklus neben den Strauss-Liedern zu meinen absoluten Favoriten dieses Genres fieberte ich diesem Ereignis regelrecht entgegen und wurde von der grandiosen Sängerin auf das Reichste belohnt. Wagners Melos, der herbe Pathos dieser Preziosen schienen geradezu für die weich timbrierte Stimme von Anja Harteros prädestiniert zu sein und bot gleichwohl genügend Spielraum im dramatischen Aplomb des vokalen Höhenflugs wie zur sinnlich getönten Mittellage ihres gefühlsmächtigen Soprans. Man gewann den Eindruck die begnadete Sängerin veredele diese wunderbaren Lieder mit ihrem kostbaren Material…

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Wesendonck-Lieder – Münchner Philharmoniker (Rezensionen)

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Konzerte in München, Paris und Köln
Abendzeitung München von Michael Bastian Weiß

Konzert am 20. Januar 2018 in München

Anja Harteros und Valery Gergiev mit Wagner

…Selbst, wenn sie alles unterschiedslos gleich singen würde, ohne jede Phantasie, und vom Text wäre keine einzige Silbe zu verstehen – man könnte dennoch nicht das Ohr von Anja Harteros abwenden, einfach, weil ihre Stimme so wunderschön ist.

In Richard Wagners „Wesendonck-Liedern“ können die hohen Töne wie silbrig umhüllt einherschweben oder sich fraulich-sinnlich verschwenden, und es ist gegenüber Kolleginnen fast schon ungerecht, dass Harteros darüber hinaus die Sprache lustvoll auskostet und die Linien einfallsreich gestaltet. Allein, welche weiten Strecken sie auf einen Atem nehmen kann! Sie scheint für diese Gesänge wie geschaffen, weil sie auch die vom Komponisten geforderte Tiefe der Stimme hat, die sensationell farbreich und perfekt abgerundet den Raum der Philharmonie einnimmt. Ein Traum…

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Ôlyrix von Par José Pons

Konzert am 22. Januar 2018 in Paris

Harteros et Gergiev illuminent les Wesendonck Lieder de Wagner à la Philharmonie de Paris

…Superbement habillée d’une robe vert émeraude, Anja Harteros offre ensuite une vision toute de lumière et d’espérance des Wesendonck-Lieder. Ces cinq poèmes magnifiques de Mathilde Wesendonck, inspiratrice par ailleurs du rôle d’Isolde, défient la loi du genre et paraissent éternels. La musique de Richard Wagner —ce dernier travaillant pour une fois sur un texte qu’il n’a pas rédigé lui-même—, transcende plus encore ces poèmes et leur donne une dimension éternelle. Grande chanteuse wagnérienne, Anja Harteros se plie avec une rare aisance à l’exercice périlleux du Lied avec orchestre, qui sollicite bien entendu la voix d’opéra, mais aussi une approche plus raffinée, plus intériorisée ou aérienne. La voix imprime une luminosité inhabituelle à ces Lieder. Que ce soit dans le premier Lied (Der Engel, l’Ange), le redoutable troisième (Im Treibhaus, Dans la serre) ou le plus connu qui vient conclure le cycle (Träume, Rêves), Anja Harteros déploie un trésor de nuances, avec un beau grave bien placé, mordoré, et des élans vers l’aigu qui osent friser la transparence. L’interprète totalement investie démontre une plénitude qui plonge le public dans une sorte de transe que la frénésie des applaudissements viendra balayer…

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Bachtrack von Tristan Labouret

Konzert am 22. Januar 2018 in Paris

Harteros divine, Gergiev diabolique, la Philharmonie aux anges

…la voix surnaturelle de Harteros a de quoi émerveiller les oreilles les plus insensibles. Comment la soprano arrive-t-elle à cette égalité de timbre, intense, puissant, brûlant d’une extrémité à l’autre de sa tessiture ? Comment parvient-elle à phraser les infinies mélodies wagnériennes sans donner l’impression de respirer ? …Il en faudrait plus pour gâcher le festival wagnérien de Harteros, qui s’anime au fil des lieder pour se muer peu à peu en une Isolde exaltée. On se prend alors à rêver que cette ébauche d’incarnation, si prometteuse, achève de s’accomplir sur une scène lyrique dans un avenir proche.

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forumopera.com von Clément Taillia

Konzert am 22. Januar 2018 in Paris

Harteros, Munich et leur langue natale

…Et c’est sans la moindre égratignure, justement, qu’Anja Harteros traverse les Wesendonck Lieder composés par Richard Wagner entre 1857 et 1858. La lenteur des tempi adoptés par Valery Gergiev aurait mis en péril la ligne vocale et le souffle de beaucoup de ses consœurs ; ici, elle autorise une sorte d’alanguissement nostalgique qui parcourt les cinq chants et fait de « Im Treibhaus » le cœur, pas seulement chronologique, mais expressif de l’œuvre. Tout baigne ainsi dans la lumière diaphane d’un timbre dont on ne se lasse pas d’admirer la clarté, que tamise toujours la menaçante sombreur des graves. Et qu’importe, alors, que les nuances soient parcimonieuses, les contrastes  évités, les angles fondus pour les besoins de ce magistral moment de chant, dont seules les dernières secondes, bizarrement affectées (« Un dann sinken in die Gruft »)  viennent atténuer la parfaite harmonie : ces Wesendonck Lieder doivent s’admirer comme les courbes d’un marbre antique…

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Der Opernfreund von Christoph Zimmermann

Konzert am 23. Januar 2018 in Köln

Heroisches und Intimes

…Ihr Vortrag gab, denkt man an eher heroinenhafte Interpretationen zumal der Vergangenheit (Kirsten Flagstad, Astrid Varnay, Martha Mödl), der Musik etwas überraschend Irdisches – weniger Weltflucht als Welt-Wollen, gleichwohl geöffnet für höhere Sphären. Am beeindruckendsten wurde dieses changierende Klima Wirklichkeit im mittleren Lied „Im Treibhaus“, mit dessen Musik der dritte „Tristan“-Akt anhebt. Zu den bestechenden Pianohöhen (Smaragd, Luft, Duft) bot Anja Harteros viel weiches vokales Fließen. Eine weniger erotisch getönte als keusche Interpretation…

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Kölner Stadt-Anzeiger von Markus Schwering

Konzert am 23. Januar 2018 in Köln

Gefeierter Auftritt der Ausnahmekünstlerin

…Dunkelsatt, strömend-dicht in der Linie, mit einer unnachahmlichen Zartheit und Delikatesse der Tongebung, mustergültig in der Artikulation und noch im Pianissimo tragend bis in die letzte Reihe des Saalrunds. Viel Gutes tat dabei immer wieder die verschattete, wenn man so will: düstere Einfärbung der Vokale. Erst so entstand mit der gebotenen Suggestivität jene schwül-verhangene Grundstimmung, die direkt auf den „Tristan“ vorausweist…

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Andrea Chénier – Bayerische Staatsoper (Rezensionen)

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Opera News by Jeffrey A. Leipsic

Andrea Chénier

…Soprano Anja Harteros, now at the peak of her career is Kaufmann’s perfect on-stage partner; her deeply felt, overwhelmingly musical performance got straight to the heart of the doomed Maddalena di Coigny. “La mamma morta,” was produced with consummate evenness until her soprano soared to conquer the aria’s final B-natural—a note that gives most sopranos fits…

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bachtrack von Norman Schwarze, 25 März 2017

Bayerische Staatsoper inszeniert Andrea Chénier als detailverliebten Historienschinken

…Sie ging in der Rolle der Maddalena mit jedem Takt mehr auf – mal verträumt, mal verzweifelt, aber immer mit maximaler Intensität, viel Kraft und fokussierten Spitzentönen. Als sie dann ihre große Arie „La mamma morta“ mit inniger Verzweiflung sang, da kannte das Publikum kein Halten mehr. Das war Weltklasse, die bis ins tiefste Innerste bewegte…

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FORUMOPERA.COM par Christophe Rizoud, 26 Mars 2017

Jonas Kaufmann face à lui-même

…Là enfin le ténor rejoint sa partenaire sur les plus hautes cimes, celles d’une « Mamma morta » envisagée comme une lente ascension de l’ombre vers la lumière. Faut-il en admirer d’abord le contrôle du souffle, la splendeur du phrasé ou la science des couleurs ? Depuis le film Philadelphia, l’air fait figure de tube mais Anja Harteros est trop grande tragédienne pour réduire le personnage de Maddalena à cette seule page. Du début à la fin de l’œuvre, du marivaudage au sacrifice amoureux, la soprano par un chant constamment habité réussit l’exploit de donner une consistance et – mieux – une cohérence à un rôle aux contours psychologiques incertains…

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Wanderer von Guy Cherqui – 26 mars 2017

Carmagnole à Munich

…Il faut entendre Anja Harteros dans le duo du deuxième tableau, quand, elle rencontre Chénier et qu’elle tombe dans ses bras : il faut entendre l’art des notes filées, du souffle retenu, l’art de la modulation dans ce spero in voi qui clôt son air pour comprendre que nous sommes là devant la plus belle Maddalena qui nous ait été donné d’entendre. Le contrôle de la voix est total, le timbre velouté, l’art du chant à son sommet, avec une incroyable capacité à diffuser l’émotion (son air la mamma morta tire les larmes). C’est là un sommet qui dépasse de très loin les dernières Maddalena entendues, et dans le passé, ni Marton, ni Tomowa Sintow ne réussirent à être aussi convaincantes et à raffiner à ce point le chant. Scotto, peut-être ? Anja Harteros a été sublime de bout en bout, elle incarne une jeune Maddalena, une Maddalena d’une fragilité inhabituelle dans un rôle plutôt chanté par des voix grandes qui n’expriment pas forcément cette fragilité-là et c’est bouleversant…

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BR-Klassik von Annika Täuschel

Weltklasse mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann
Anja Harteros singt – das Haus tobt

…Bis Anja Harteros auf die Bühne des Nationaltheaters kommt und mit „La mamma morta“ ihre große Arie singt. Schon zu Beginn, in der Mittellage, fast erzählend, verstört, fesselt sie mit ihrer Unbedingtheit und Fokussiertheit. Und dann, wenn die großen Gefühle kommen, die Spitzentöne, die Wucht und das Drama, macht Anja Harteros stimmlich allen klar: Diese Frau liebt angstfrei und bedingungslos, sei ihre Situation auch noch so ausweglos. Keiner kann sich ihr entziehen: ihr Widerpart Gérard nicht, ihr Geliebter Andrea Chénier nicht, und das Publikum auch nicht. Das Haus tobt. Die Harteros, mit Rollendebüt, mal wieder eine Sensation!..

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Neue Züricher Zeitung von Marco Frei

Die Liebe in Zeiten des Terrors

…Sie passt sich hörbar dem dunklen, baritonalen Timbre und der Dynamik von Kaufmann an, geht merklich auf ihn ein, mit zutiefst berührender Empathie. Eine derart noble, edle Geste authentisch gelebter Mitmenschlichkeit erlebt man am Theater ganz selten. Und Harteros ist es auch, die dem Dirigenten Omer Meir Wellber viel künstlerische Kulanz entgegenbringt…

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Merkur.de von Markus Thiel

Wenig Platz im Wimmelbild

…Anja Harteros nähert sich Giordanos Verismo von der entgegengesetzten Seite. Mit viel Lyrik und klug austariertem Stimmeinsatz. Maddalenas „La mamma morta“ ist ein fein ausgehörtes,  grandios  gesteigertes Psychogramm. Überhaupt breitet die Harteros ihre große Zwischentonkunst aus, ist aber auch fähig zu erstaunlichen Dezibelausschlägen. Sehr viel erfährt man über diese Figur allein aus der Vokalgeste…

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Premiere am 12. März 2017
Besetzung:
Musikalische Leitung Omer Meir Wellber
Regie Philipp Stölzl
Regiemitarbeit Philipp M. Krenn
Bühne Heike Vollmer, Philipp Stölzl
Kostüme Anke Winckler
Licht Michael Bauer
Dramaturgie Benedikt Stampfli
Chor Stellario Fagone
Andrea Chénier Jonas Kaufmann
Carlo Gérard Luca Salsi
Maddalena di Coigny Anja Harteros
Bersi, Mulattin J’Nai Bridges
Gräfin von Coigny Doris Soffel
Madelon Elena Zilio
Roucher Andrea Borghini
Pierre Fléville Nathaniel Webster
Fouquier-Tinville Christian Rieger
Mathieu Tim Kuypers
Der Abate Ulrich Reß
Incroyable Kevin Conners
Haushofmeister Anatoli Sivko
Schmidt Anatoli Sivko
Dumas Kristof Klorek
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