Tosca (Premiere) – Salzburg Easter Festival (Reviews)

Here are the most relevant quotes from reviews in the German and international press.
This selection does not claim to be complete.

Der Standard by Ljubisa Tosic

"Tosca": Sexuelle Belästigung im Opernformat

...All dies wächst regelrecht unvermeidlich aus vokaler und darstellerischer Anforderung. Und Anja Harteros liefert für diese melodramatische Explosion alles: Sie verfügt über schwebende, ansatzlose Pianokultur, ist unvergesslich lyrisch. Gleichzeitig ist sie zu dramatischen Ausbrüchen fähig, denen ebenfalls größte Kultiviertheit zu eigen ist. Dies sucht wohl weltweit seinesgleichen: Als verzweifelt um Leben und Würde ringende Existenz ist Harteros selbst in diesem großen Salzburger Festspielraum eine grandios um subtile Details ringende Darstellerin...

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kurier.at by Gert Korentschnig

Puccinis „Tosca“ für Jedermann

...Aus der Besetzung ragt Anja Harteros als phänomenale Tosca heraus, sicher in allen Lagen, höchst intensiv, zwischen Dramatik und zarten Tönen changierend. Ihr „Vissi d’arte“ ist ein Ereignis, wie schon zuletzt an vielen anderen Häusern...

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Neue Züricher Zeitung by Eleonore Büning

Von Kopf bis Fuss auf Puccini eingestellt

...Die Harteros ist von Kopf bis Fuss auf Puccini eingestellt. Jeder Zoll eine Diva: Sie zickt, schwärmt, schmeichelt, flirtet, wütet und verzweifelt. Ihre Stimme wirkt wie von innen vergoldet, sie kann damit ausdrücken, was immer sie will. Und sogar diesen gewissen divenhaften Kältestrom, der dafür sorgt, dass immer ein kleiner Abstand zwischen ihr, der Göttin, und dem Rest der Welt liegt, kann sie anknipsen und auch wieder ausknipsen, sobald sich Tosca einmal sicher fühlt, wie im Duettglück mit ihrem Mario, für den sie tötet und am Ende stirbt. Und sie bedenkt auch alle Tosca-Traditionen. Fällt verächtlich ins Sprechen, wenn sie Scarpia nach «il prezzo» fragt für das Leben des Liebsten (sie kennt den Preis ja schon). Räkelt sich der Länge nach auf Scarpias Schreibtisch, nachdem der Mistkerl von ihr vorübergehend abgelassen hat, und beginnt, wie einst Maria Jeritza, ihr Kapitulationsgebet an Gott im Liegen, im zartesten Pianissimo...

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nmz - neue musikzeitung by Michael Ernst

Keine Engelsburg an der Salzach – „Tosca“ wird ins Heute geholt

...Anja Harteros ist eine ganz heutige Diva, wunderschön anzusehen und in jeder Note absolut stimmig. Von dunkler Eifersucht und grollender Wut bis hin zu inbrünstigem Glauben und zarter Liebe beherrscht sie ein tonales Spektrum, das hinreißend ist. Ihr „Vissi d’arte“ beginnt sie liegend, in sich gekehrt, um endlich nach berechtigten Zweifeln an ihre nichts nutzende Frömmigkeit zur vitalen Rächerin zu werden...

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Salzburger Nachrichten by Karl Harb

Osterfestspiele: Wenn Tosca nicht gut genug zusticht
Die Weltklasse von Anja Harteros

...Wer eine so großartige, tolle Sängerin (und Singdarstellerin) wie Anja Harteros als Tosca aufbieten kann, hat ohnedies Weltklasse gebucht. Schon in ihrem ersten Auftritt in der Kirche, flirtend, liebend, eifersüchtig, kess bis zickig, kehrt sie ihre schillernde Künstlerinnennatur mit fabelhaft abgestimmten, blitzartig umschaltbaren unterschiedlichen Tonfällen und -färbungen eines schier grenzenlos flexiblen Soprans hervor. Immer intensiver, dichter, anrührender werden diese Farben und Vokalmixturen, um in der zentralen Arie "Vissi d´arte" den Kernpunkt zu erreichen. Hier liegt die menschliche Seele bloß. Anja Harteros, so darf man konstatieren, inszeniert sich phänomenal und unbeirrbar am besten selbst...

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Wiener Zeitung by Christoph Irrgeher

Bestechende Tosca

...Mag Anja Harteros auch anfangs überraschend alltäglich gekleidet sein, zieht sie bald alle Register einer Götterstimme. Eindringlich und drängend, vermittelt ihr Sopran nicht nur den vollen Leidensdruck dieses Dramas, er bürgt zugleich in (fast) jedem Moment für Perfektion. Auch schauspielerisch eine Erscheinung, steigert Harteros ihren konturierten Klang schier bruchlos von leiser Nektarsüße zu schneidiger Brillanz; die "Vissi d’arte"-Arie formt sie zu einem Idyll, das die Handlung nicht aufhält, sondern für Momente völlig vergessen lässt. Ein Festspiel, auch für verwöhnte Salzburg-Ohren...

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Premiere on March 24, 2018
Cast:
Conductor Christian Thielemann
Director Michael Sturminger
Stage design & Costumes Renate Martin und Andreas Donhauser (donmartin supersets)
Lighting Urs Schönebaum
Floria Tosca Anja Harteros
Mario Cavaradossi Aleksandrs Antoņenko
Baron Scarpia Ludovic Tézier
Angelotti Andrea Mastroni Cesare
Der Mesner Matteo Peirone
Spoletta Mikeldi Atxalandabaso
Sciarrone Rupert Grössinger
Ein Schließer Levente Páll
Salzburger Bachchor (Chorus Master: Alois Glaßner)
Salzburger Festspiele und Theater Kinderchor (Chorus Master: Wolfgang Götz)
Sächsische Staatskapelle Dresden